23.12.2014 Pressekonferenz im HLB-Zug


Eine Pressekonferenz in einem Triebwagen der Hessischen Landesbahn (HLB) veranstaltete die Fahrplaninitiative Main-Weser-Bahn im Takt am 17. Dezember 2014 im Bahnhof Stadtallendorf. Mit an Bord waren die Bürgermeister von Marburg (Franz Kahle), Kirchhain (Jochen Kirchner) und Stadtallendorf (Christian Somogyi) sowie HLB-Pressesprecherin Susanne von Weyhe.


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Freuen sich über die Verlängerung nach Stadtallendorf (v.l.n.r.): HLB-Pressesprecherin Susanne von Weyhe, die Bgm. Christian Somogyi und Dr. Franz Kahle sowie unter dem HLB-Logo Bgm. Jochen Kirchner


Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember verkehren 3 Zugpaare der HLB über Marburg hinaus bis nach Stadtallendorf. In Zukunft könnte sich das Angebot noch weiter verbessern: Ab Dezember 2015 übernimmt die HLB die heutigen Regiotram-Verkehre zwischen Treysa und Kassel und setzt dabei die gleichen Triebwagen ein wie auf der Strecke nach Frankfurt. Die 4 neuen fünfteiligen Triebwagen sollen im Laufe des Jahres geliefert werden.  Die Idee ist, beide Streckenabschnitte mit einem Zug zu verknüpfen. Damit wäre es möglich, die HLB-Züge von Frankfurt bis Treysa als Regionalexpress fahren zu lassen. Ab Treysa würden die gleichen Züge dann alle Halte bis Kassel bedienen.

Dies hätte für die Fahrgäste mehrere Vorteile: Kirchhain, Stadtallendorf, Neustadt und Treysa würden stündlich mit Regionalexpresszügen bedient. Und das Umsteigen in Treysa würde für viele Fahrgäste entfallen, welche über Treysa hinaus Richtung Nordhessen fahren möchten. Die Fahrplaninitiative ist zuversichtlich, dass der Vorschlag umgesetzt wird. Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) ist ebenfalls an einer Realisierung interessiert, weil dann in Treysa der heutige Umsteigezwang von der Regiotram Richtung Marburg entfallen würde.

Begleitet wurde die Pressekonferenz von einigen Rollifahrern auf dem Bahnsteig Gleis 1/2. Sie riefen „ Wir wollen auch mitfahren!“ und machten damit auf den Missstand aufmerksam, dass der Bahnsteig Gleis 3 in Stadtallendorf keinen mobilitätsgerechten Zugang hat. Die HLB-Züge stehen im Endbahnhof Stadtallendorf rund eine halbe Stunde, bis sie wieder Richtung Frankfurt zurück fahren. Die Durchfahrtsgleise Gleis 1 und 2 dürfen nicht so lange durch einen stehenden Zug blockiert werden, weshalb die HLB-Züge auf Gleis 3 ausweichen müssen.  

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Mehrere Rollstuhlfahrer demonstrierten auf dem Nachbarbahnsteig, dass sie auch mit den neuen HLB-Zügen mitfahren möchten


Sollte die Verlängerung nach Treysa und Nordhessen kommen, würden die Züge in Stadtallendorf in Zukunft nur noch an den Gleisen 1 und 2 halten, wo der Zugang mit einem Fahrstuhl schon heute möglich ist.

Ein ausführlicher Pressebericht erschien in der Oberhessischen Presse vom 20. Dezember 2014. Unsere Presseerklärung finden Sie hier.