21.06.2012 Bürgermeister veröffentlichen Protestresolution - Viele Argumente sprechen dagegen


In einer Resolution haben etliche Bürgermeister und der Landkreis Gießen gegen den Vorschlag unserer Fahrplaninitiative protestiert, zwischen Gießen und Marburg die Unterwegshalte von 5 Zugpaaren der Hessischen Landesbahn zu streichen, um für die Region Marburg-Biedenkopf einen Regionalexpress-Stundentakt zu ermöglichen.

Neben den direkt an der Strecke liegenden Kommunen unterzeichneten auch Gemeinden wie Rabenau oder Buseck, deren Bürger diese Halte aufgrund der Entfernung wahrscheinlich nie nutzen werden. Trotzdem sind sich die Bürgermeister nicht zu schade zu behaupten, „200.000 Menschen“ hätten Nachteile bei einer Streichung der Zughalte.

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Zug der HLB in Niederwalgern: Nur wenige Fahrgäste steigen ein und aus

Tatsächlich betroffen sind rund 25.000 Einwohner in den Kommunen zwischen Lollar und Niederweimar. Rechnet man noch ein erweitertes Umfeld mit Lohra und Ebsdorfergrund hinzu, sind es zusammen rund 35.000 Einwohner. Von den schnellen Zügen profitieren würden aber über 120.000 Einwohner! Die Fahrplaninitiative hat die Argumente der Protestresolution kritisch hinterfragt und das Ergebnis den protestierenden Bürgermeistern zukommen lassen. Angesprochen werden neben Themen wie ökonomische und ökologische Bedeutung der Zwischenhalte die heutige Anzahl der Ein- und Aussteiger. Beide Dokumente finden sie hier:

Protestresolution "Unsere Halte müssen bleiben"

Unsere Antwort an die Bürgermeister

Über die Protestresolution und ihre Vorstellung am Bahnhof Fronhausen berichteten mehrere Tageszeitungen, allerdings nicht in besonders ausführlicher Form:

Oberhessische Presse

Gießener Anzeiger