04.03.2012 Regionalexpress-Stundentakt bringt Vorteile für die Region Marburg-Biedenkopf


Die Fahrplaninitiative "Main-Weser-Bahn im Takt" begrüßt den einstimmigen Beschluss der Marburger Stadtverordnetenversammlung die Züge der Hessischen Landesbahn (HLB) in Zukunft als Regionalexpress ohne Halt zwischen Marburg und Gießen fahren zu lassen und dies so beim RMV zu bestellen. Damit folgte das Stadtparlament einem wiederholt eingebrachten Vorschlag der Fahrplaninitiative, den Stundentakt für Marburg wieder herzustellen.

Außerdem fordert der Antrag die zukünftige Verlängerung der Züge über Kirchhain, Stadtallendorf bis nach Kassel.  Der Wunsch, die Züge weiterhin auch am Haltepunkt Marburg-Süd halten zu lassen, wurde bereits zuvor im Umwelt- und Verkehrsausschuss nach eingehender Diskussion fallen gelassen. Letztlich gaben die Fahrzeiten der HLB-Züge den Ausschlag, die beim Betrieb als Regionalexpress optimale Anschlüsse im Taktknoten Marburg nur ohne zusätzliche Halte ermöglichen. Weitere Erläuterungen zur Problematik der Zwischenhalte finden Sie hier.

In einem Leserbrief in der Oberhessischen Presse (1. März) wurde versucht, den Marburger Beschluss als "Egoismus zu Lasten anderer Kommunen" zu verunglimpfen. Dabei wurden einige Tatsachen auf den Kopf gestellt, die hier klar gestellt werden sollen. So würde bei einer Beschleunigung der HLB-Züge nicht nur Marburg, sondern auch der Großraum Dautphetal / Biedenkopf sowie Kirchhain / Stadtallendorf profitieren. Die komplette Presseerklärung können Sie hier downloaden.


Bild "Kuppeln in Gießen.jpg"


Zugkupplung in Gießen: Der Zugteil aus Marburg (hinten rechts) wartet bereits am Bahnsteig, der Zugteil aus Siegen fährt gerade ein. In wenigen Minuten setzen beide Zugteile die Fahrt gemeinsam nach Frankfurt fort.