03.07.2012 Südkreiskommunen nutzen schwach besetzte Sondersitzung, um RNV-Beschluss zu ihren Gunsten durchzusetzen


Am 26. Juni fand in Niederweimar eine außerordentliche Versammlung des Regionalen Nahverkehrsverbandes (RNV) Marburg-Biedenkopf statt. Die Versammlung hatte den Vorschlag der Fahrplaninitiative „Main-Weser-Bahn im Takt“ zur Einführung eines Regionalexpress-Stundentakts für Marburg-Biedenkopf zum Thema. Ziel der Sondersitzung war ein Meinungsaustausch, der der sachlichen Erörterung dienen sollte; dementsprechend erging die Einladung ohne Beschlussvorlage.


Die von nur 2/3 der Mitglieder besuchte Versammlung nutzten die vollständig anwesenden Gegner dieses Vorhabens ohne Rücksicht in ihrem Sinne: Unter Verweigerung jeglicher Erörterung setzten sie mit 7 Ja-Stimmen bei 4 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen durch, dass der RNV nunmehr offiziell die Beibehaltung aller Halte der 5 Zugpaare der Hessischen Landesbahn zwischen Gießen und Marburg als Ziel vertreten soll.

In der RNV-Verbandsversammlung sind 21 Gemeinden durch Mitglieder vertreten; von diesen waren allerdings nur 14 erschienen. Damit war es für die vollständig angetretenen Gegner der Einführung eines Stundentaktes ein Leichtes, die Sitzung zu dominieren und die Gunst der Stunde zu nutzen. Ein Antrag von Angelika Aschenbrenner aus Kirchhain, der Initiative „Main-Weser-Bahn im Takt“ in der Versammlung die Möglichkeit zu geben, ihren Vorschlag zu erläutern, wurde gleich zu Beginn der Sitzung von den Gegnern des Vorschlags rundweg abgelehnt. Ihr Wortführer - Bürgermeister Reinhold Weber aus Fronhausen - stellte stattdessen gleich anschließend einen als Tischvorlage verteilten Beschlussvorschlag (Beibehaltung der betroffenen Zughalte) zur Abstimmung.

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