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2. November 1999
Bei Schließung weiterer Fahrkartenausgaben: Änderungen im Verkaufssystem unerlässlich
Einige Ermäßigungen nur noch für Kunden in Großstädten?
(Lauterbach) Die DB Reise & Touristik AG plant erneut die Schließung von 25 % ihrer Fahrkartenausgaben. "Das mag wirtschaftlich begründet sein. Es ist aber nicht einzusehen, wenn Fahrgäste, die auf ihrem Einstiegsbahnhof keine Fahrausweise mehr erwerben können, im Zug tief in die Tasche greifen müssen, weil bestimmte Ermäßigungen im Zug oder am Automaten nicht gewährt werden", stellt der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus fest.
Unrühmlichstes Beispiel dürfte das Guten-Abend-Ticket sein. "Das Ticket weder im Zug, noch am Automaten erhältlich. Die DB Reise & Touristik verweigert den Verkauf auch an Fahrkartenausgaben, die weiter als 30 km vom Einstiegsbahnhof entfernt liegen", sagt die Vorsitzende von Pro Bahn & Bus, Petra Becker. "Die Ermäßigung wird also zum Privileg für Fahrgäste, die auf sehr großen Bahnhöfen einsteigen."
Genauso inakzeptabel ist, dass das Ticket "Schönes Wochenende" in Hessen (im Gegensatz zum Rest Deutschlands) ausschließlich am Schalter erhältlich ist. "Für eine Ermäßigung des Nahverkehrs ist das ein unhaltbarer Zustand", betont Petra Becker.
Andererseits entfallen durch die Schließung von Fahrkartenausgaben natürlich auch Beratungs- und Reservierungsstellen für die Bahnkunden. Einen gewissen Ersatz bieten hier DB-Agenturen. "Von einer Beratung kann jedoch nicht mehr gesprochen werden, wenn für jede erteilte Auskunft Geld verlangt wird, nach der sich der Kunde nicht zum sofortigen Kauf einer Fahrkarte entschließt."
Pro Bahn & Bus wird sich über seine Mitgliedschaft im Deutschen Bahnkunden-Verband mit DB Reise & Touristik in Verbindung setzen, um nach Lösungen zu suchen, die Nachteile für die Bahnkunden möglichst gering halten.
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