29. September 1999 - Nordhessen

Pro Bahn & Bus zum HNA-Interview mit Prof. Mnich:
Transrapid im Nahverkehr nicht bezahlbar


(Kassel) Der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus sieht in naher Zukunft keine Chancen für einen Transrapid im Nahverkehr. Für die Vermarktung der Magnetschwebebahn ist entscheidend, dass ihre Stärke - so vorhanden - deutlich herausgearbeitet wird. "Sich auf die Entwicklung eines neuen Bahnsystems zu stützen und damit auf Arbeitsplätze zu hoffen, ist derzeit illusorisch", sagt die Vorsitzende Petra Becker.

"Prof. Mnich scheint insgeheim gegen den Transrapid zu arbeiten. Wie sonst ist es zu erklären, dass er ein für den Fernverkehr entwickeltes Verkehrsmittel, das in Konkurrenz zu Kurzstreckenflügen stehen soll, in ein Regional- und Nahverkehrsmittel umbauen will?"

"Die Kommunen sind zur Zeit nicht in der Lage teure innovative Nahverkehrssysteme zu bestellen, deren Tauglichkeit nicht erprobt ist. Die Deutsche Industrie hat schon bei den herkömmlichen Bahnsytemen mit großen Problemen zu kämpfen. Hier stehen tatsächlich Arbeitsplätze auf dem Spiel", betont Petra Becker.

Wirtschaftlicher ist nach Auffassung von Pro Bahn & Bus das RegioTram-Konzept für Nordhessen, welches die vorhandene Infrastruktur aus Eisenbahn- und Straßenbahnstrecken nutzt.