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19. Mai 1999 - Osthessen
Pro Bahn & Bus zum Fahrplanwechsel im Kreis Fulda
Änderungen im Fernverkehr / Statt Verlängerung: Fahrzeitverkürzung auf der Rhönbahn
(Fulda) Am 30. Mai 1999 ist Fahrplanwechsel für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus weist auf einige Änderungen in den Fahrplänen hin und bittet die Fahrgäste, sich rechtzeitig über die neuen Abfahrtszeiten zu informieren.
Schienen-Fernverkehr
Veränderungen gibt es in erster Linie im Fernverkehr. So fahren die ICE-Züge Richtung Süden (Würzburg / Frankfurt) wenige Minuten später in Fulda ab. Die Züge Richtung Norden (Hamburg / Berlin) einige Minuten früher. Außerdem werden je drei ICE-Züge von und nach Berlin wegen Bauarbeiten auf der Schnellfahrstrecke zwischen Fulda und Kassel im Sommerfahrplan nicht in Fulda halten. Nach Beendigung der Bauarbeiten im Herbst ist der Halt in Fulda allerdings wieder vorgesehen.
Der erste ICE morgens von Fulda über Kassel nach Berlin wird nur noch Montags verkehren. Ansonsten startet der Zug erst in Kassel, so daß einigen Pendlern in Richtung Nordhessen eine günstige Fahrtmöglichkeit genommen wird.
Dafür können sich die Pendler Richtung Frankfurt (M) freuen: der seit Januar verkehrende zusätzliche Schnellzug um 7.06 Uhr wird als InterRegio weiterhin in die Mainmetropole fahren.
Die Intercitylinie von Dresden nach Saarbrücken endet zukünftig in Frankfurt (M). Nur noch zwei Züge werden von und nach Saarbrücken durchfahren, darunter auch der Eurocity Paris - Prag.
Der Interregio Alpenland, der Norddeutschland mit den Urlaubsgebieten im Süden verbindet, wird nur noch Freitags und Samstags verkehren. Als Ersatz hält der InterCity Königsee ab 30. Mai nun neu in Fulda.
Schienen-Regionalverkehr
Im Schienennahverkehr bleibt die Region Fulda von Verschlechterungen aber leider auch von Verbesserungen verschont. Die Lage der meisten Regionalzüge wurde nur unwesentlich den veränderten Fahrzeiten der Fernverkehrszüge angepaßt.
Durch den rechtzeitigen Einspruch des Pro Bahn & Bus Regionalverbandes Osthessen konnten ursprünglich geplante Fahrzeitverlängerungen auf der Rhönbahn verhindert werden. Auf Vorschlag des Fahrgastverbandes wurden die Fahrzeiten sogar noch verkürzt.
Ein neuer Zug ist auf der Regionalexpreßlinie von Frankfurt (M) hinzugekommen. Endete der Regionalexpreß mit Abfahrt in Frankfurt (M) um 22.27 Uhr bisher in Schlüchtern, so fährt dieser nun bis Fulda durch. Damit wird endlich die Angebotslücke im abendlichen Verkehr zwischen Frankfurt und Fulda geschlossen.
Regionalbusverkehr
Mit dem Fahrplanwechsel am 30. Mai endet auch der schienenparallele Busverkehr zwischen Schmalnau und Gersfeld. Damit erfüllt die Lokale Nahverkehrsgesellschaft Fulda zumindest im östlichen Streckenabschnitt eine immer wieder erhobene Forderung des Fahrgastverbandes, die parallelen Busverkehre abzubestellen.
Der Hochrhönbus, der vom Bahnhof Gersfeld aus sonntags in die bayerische Rhön startet, wird ab Fahrplanwechsel auch eine begrenzte Mitnahmemöglichkeit von Fahrrädern bieten.
Kurios bleibt die Situation im westlichen Kreisgebiet. Da die Spätbusse von Fulda nach Lauterbach nicht durch LNG Fulda mitfinanziert werden, fahren diese weiterhin ohne Halt durch Bimbach, Großenlüder, Bad Salzschlirf und Müs nach Lauterbach und zurück.
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