18. Mai 1999 - Mittelhessen

Pro Bahn & Bus zum Fahrplanwechsel:
Interregio auf der Dillstrecke unzureichend


(Wetzlar/Pohlheim) - Am 30. Mai 1999 ist Fahrplanwechsel. Der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus ist mit den Entwicklungen im auf der Dillstrecke Siegen - Dillenburg - Wetzlar - Gießen nicht zufrieden.

Die zeitliche Verschiebung einiger Interregio-Züge führt dazu, daß praktisch kein Fernverkehrstakt-System mehr besteht. Der letzte Interregio verläßt Frankfurt in Richtung Siegen bereits gegen 17 Uhr. "Von einem Angebot in den Tagesrandlagen kann keine Rede mehr sein. Die Taktlücken von bis zu 5 Stunden im Interregio-Verkehr sind nicht hinnehmbar", sagt der Vorsitzende des Regionalverbandes Mittelhessen, Joachim Elbing.

Für Pendler in das Rhein-Main-Gebiet wird ein weiterer direkter Regionalexpreß von Frankfurt nach Siegen eingerichtet. Zusammen mit dem Interregio ergibt sich in der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit fast ein Stundentakt zwischen Frankfurt und Dillenburg. Zu den übrigen Tageszeiten jedoch entfallen, Interregio-Verbindungen, die durch beschleunigte Regionalbahnen ersetzt werden. In Gießen enden diese Züge aber ohne Anschluß nach Frankfurt. "Das ist keine Alternative zum bisherigen Angebot", stellt Joachim Elbing fest.

Die auf der Dillstrecke dominierenden Angebote von DB Regio bleiben im wesentlichen erhalten. Pro Bahn & Bus fordert, nach dem "Quasiwegfall" des Interregio ein neues Taktkonzept zu erarbeiten und die Einführung eines Regionalexpreß-Stundentaktes anstelle des Interregio zu überlegen.