23. März 1999 - Hessen

Pro Bahn & Bus: Entschädigungsgeld steht Fahrgästen zu!

(Lauterbach) Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) verlangt von der Deutschen Bahn AG eine Entschädigung in Millionenhöhe für Zugausfälle, Zugverspätungen, überfüllte Züge sowie sonstige Mängel im Nahverkehr.
Petra Becker, Vorsitzende von Pro Bahn & Bus, begrüßt diese Forderungen als lange überfällig: "Seit geraumer Zeit können die Fahrgäste sich nicht mehr auf die DB verlassen. Pannen sind an der Tagesordnung, die versprochene Besserung ist bislang nicht eingetreten. Wichtig ist auch, demnächst klare Qualitätsstandards zu vereinbaren."

"Dieses Geld steht den Fahrgästen zu!", stellt Petra Becker weiter fest. "Sie haben ihre Fahrkarte im vorausbezahlt und erhalten dafür immer wieder mangelhafte Leistungen." Pro Bahn & Bus fordert daher, daß der RMV die Entschädigung nicht behält, sondern an die Fahrgäste auszahlt.

Vorstandsmitglied Mikael Labib erläutert im Einzelnen: "Für jede volle Viertelstunde, die ein Fahrgast durch Verschulden des Verkehrsunternehmens sein Ziel verspätet erreicht, bekommt er ein Entschuldigungsgeld in Höhe von 5 Mark. Davon ausgenommen sind Störungen, die das Verkehrsunternehmen nicht zu vertreten hat und auch bei bester Absicht nicht vermeiden könnte. Das Entschuldigungsgeld hat sich in Berlin bewährt - wir wollen die Einführung in Hessen."