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16. März 1999 - Mittelhessen
Fahrkartenschalter in Büdingen und Nidda:
Pro Bahn & Bus für Prüfung weiterer Optionen
(Nidda) Die Schließung der Fahrkartenschalter in Büdingen und Nidda scheint nicht mehr abwendbar. Dies ist das Ergebnis von Gesprächen, zu denen Landrat Gnadl alle Beteiligten kürzlich eingeladen hatte.
Ebenso wie der Landrat ist auch der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus verärgert über die kompromißlose Haltung der DB Reise & Touristik AG. Diese hatte kein Entgegenkommen im Sinne einer Konsenslösung gezeigt, sondern pauschal verlangt, daß ihr die jährlich entstehenden Fehlbeträge erstattet werden.
Nach Vorstellungen der DB AG sollen die Fahrgäste Zeitkarten und Fahrscheine des Fernverkehrs zukünftig am Automaten lösen, der für diesen Zweck extra umgerüstet werden muß. "Gleichzeitig verteilt die Schwesterfirma DB Station & Service in Frankfurt Hochglanzprospekte, in denen ein neues Servicekonzept angepriesen wird", so Pro Bahn & Bus-Sprecher Hans-Jörg Winter. "Service ist vor allem eine menschliche Qualität", heißt es darin u.a..
Nachdem die Deutsche Bahn ihr offenkundiges Desinteresse am Weiterbetrieb der Schalter bekundet hat, sollten jetzt weitere Optionen geprüft werden.
Ab Juni wird die Hessische Landesbahn (HLB) den Zugbetrieb auf der DB-Strecke Nidda/Hungen - Friedberg übernehmen. "Vielleicht besteht für den Bahnhof Nidda die Möglichkeit, daß die HLB die Verkaufsstelle weiterbetreibt", sagt Winter. Auch ein Weiterbetrieb in Form einer privaten Agentur ist aus Sicht von Pro Bahn & Bus denkbar.
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