12. März 1999 - Rhein-Main

Pro Bahn & Bus: Optimales Buskonzept

(Hofheim/Wiesbaden) Der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus ist mit der Neukonzeption der Buslinie Hofheim - Bad Soden - Schwalbach sehr zufrieden. "Von den vielen Fahrzeitverkürzungen, zusätzlichen Erschließungen, bis hin zu den besseren S-Bahn-Anschlüssen stimmt aus unserer Sicht alles", sagt Gernot Hornik vom Pro Bahn & Bus Regionalverband Rhein-Main.

Bislang zeichnete sich die Keisquerverbindung (Linie 812) durch lange Fahrzeiten und wenig Anschlüsse zu den übrigen Bus- und Zuglinien aus. In Zukunft besteht am Hofheimer Bahnhof S-Bahn-Anschluß aus Richtung Niedernhausen und Busanschlüsse aus dem gesamten Westkreis. "Es gibt Fahrzeitverkürzungen von Hofheim nach Bad Soden, Sulzbach und Eschborn von rund 25 %. Von Hofheim nach Schwalbach verkürzt sich die Reisezeit beispielsweise von 46 auf 33 Minuten.
Auch das MTZ ist aus Hofheim und Kelkheim schneller erreichbar. Die Planungen in Schwalbach begünstigen besonders die Pendler zum Kronberger Hang, der dann in der Hauptverkehrszeit alle 30 Minuten mit S3-Anschluß bedient wird."

Die geäußerte Kritik über die neue Linie 813 (Kelkheim - Heidesiedlung - MTZ) ist für den Fahrgastverband nicht stichhaltig. Erstmals wird der Westen von Kelkheim und Münster (Breslauer Straße) vom ÖPNV erschlossen. Ein Parallelverkehr zu bestehenden Linien ist für Pro Bahn & Bus nicht erkennbar. Die Fahrzeit von Münster und Kelkheim in den östlichen Main-Taunus-Kreis verkürzt sich erheblich, da die Linie 813 direkt zur Heidesiedlung fährt und dort innerhalb von 3 Minuten ein gesicherter Anschluß zur Linie 812 zum Beispiel in das Kreiskrankenhaus Bad Soden besteht.

"Ein weiterer positiver Aspekt an den Planungen der Main-Taunus-Verkehrs-GmbH ist der Taktfahrplan von morgens bis abends. Bislang existierten vor allem im Morgenverkehr noch große Lücken im Fahrplan, diese sind jetzt beseitigt", so Gernot Hornik.