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5. März 1999 - Hessen
DB-Fernverkehr: Fahrgastverband fordert bessere Kooperation mit den Verkehrsverbünden
(Lauterbach) Eine spürbar verbesserte Kooperationsbereitschaft zwischen dem Geschäftsbereich Fernverkehr der Deutschen Bahn AG und den Verkehrsverbünden, namentlich dem RMV, hat der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus gefordert.
"Die Beteiligung der Aufgabenträger des Schienenpersonen- und Busnahverkehrs an der Erstellung der Fernverkehrsfahrpläne wird derzeit eher schlechter als besser", sagte die Vorsitzende Petra Becker. Dies spiegele sich u.a. darin wider, daß der früher schon Mitte Dezember des Vorjahres erhältliche Fahrplanentwurf für den ab Mai des Folgejahres gültigen Fernzugfahrplan in diesem Jahr noch immer nicht erschienen sei.
Aus Fahrgastsicht wird eine Gleichbehandlung von Fern- und Regionalverkehr bei der Vergabe von Fahrplantrassen ebenso gefordert wie die rechtzeitige Bekanntgabe und Abstimmung von Fahrplanänderungen. Bereits bei Gründung des RMV wurde im Vertragswerk die Integration von Fern- und Regionalverkehr als Fundament der Verbundkonstruktion formuliert.
Die verschiedenen, über drei Bundesländer verteilten Zentren der Rhein-Main-Region - Aschaffenburg, Darmstadt, Frankfurt, Frankfurt Flughafen, Hanau, Mainz und Wiesbaden - bedürfen allesamt einer qualitativ hochwertigen Einbindung in den europäischen Schienenfernverkehr.
Heinz Dürr, einstiger Bahnchef, hatte dieses Konzept der "dezentralen Fernzughalte" in Rhein-Main seinerzeit mitgetragen. Der RMV veröffentlichte daher in seinen Fahrplänen auch die Fernverkehrszüge und betrieb schrittweise deren Integration in den Verbundtarif.
Da gerade der Fernverkehr der DB AG mit seiner begrenzten Zahl von Haltebahnhöfen nur dann im Wettbewerb der Verkehrsträger erfolgreich bestehen kann, wenn den Fahrgästen eine geschlossene Transportkette von Haus zu Haus angeboten wird, ist eine enge Kooperation mit den Verbundverkehren nicht nur sinnvoll sondern ökonomisch geradezu notwendig.
Konkret regt Pro Bahn & Bus u. a. an, die bisher nur 2-stündige Bedienung von Hanau Hbf im Zuge der ICE-Linie Berlin - Frankfurt - München künftig auf Stundentakt zu verdichten, also die bisher durchfahrenden Züge dieser Linie künftig halten zu lassen. Nicht nur für das Oberzentrum Hanau selbst, sondern für den gesamten Raum Kinzigtal / Aschaffenburg wurde dies bereits in der Vergangenheit gefordert, da die bisherigen Hanauer ICE-Halte lebhaft genutzt werden.
Ferner wird an die Verantwortung des Fernverkehrs erinnert, mit der Eröffnung des Frankfurter Flughafenbahnhofes im Mai 1999 und der Belegung von Nahverkehrstrassen durch Fernzüge, ein gemeinsames Angebotskonzept für die Riedbahn (Frankfurt - Groß-Gerau - Mannheim) umzusetzen, um Nachteile für den Regionalverkehr zu vermeiden.
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