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16. Januar 1999 - Mittelhessen
Interregio bleibt erhalten
Politiker der Region haben gute Arbeit geleistet
(Weilburg) Dass der Interregio auf der Ruhr-Sieg-Strecke erhalten bleibt, ist für den Fahrgastverband Pro Bahn & Bus auch ein Verdienst der heimischen Politikerinnen und Politiker. Vertreter der betroffenen Landkreise, Städte sowie der Wirtschaft hätten sich wiederholt und konstruktiv zu dem Thema geäussert und damit ihre positive Haltung zum Schienenverkehr deutlich gemacht.
Pro Bahn & Bus empfiehlt, in den Bemühungen nicht nachzulassen, da die Entscheidungen der Deutschen Bahn AG in der momentanen Umbruchphase nicht immer durch Langfristigkeit geprägt seien. Auch sei eine Weiterentwicklung der Linie unabdingbar. In Frage käme die Einführung der zuverlässigen italienischen Neigetechnik mit einer damit verbundenen Fahrzeitreduzierung um 20 bis 25 Prozent. Sinnvoll wäre auch die Schaffung weiterer Halte, um das Fahrgastpotential besser zu erschliessen. Pro Bahn & Bus - Sprecher Friedrich Lang: "Die Reisezeit setzt sich aus dem Zugangsweg zum Bahnhof und aus der Fahrzeit zusammen. Beide Faktoren müssen positiv beeinflusst werden. Schneller Fahren und öfter halten sind daher keine Gegensätze."
Schon zum Fahrplanwechsel Ende Mai sieht Pro Bahn & Bus leichte Besserungen auf die Linie zukommen. Im Norden werde ab Hagen nicht mehr Münster angefahren, sondern in Richtung Westen geschwenkt. Damit entstünden attraktive Verbindungen nach Wuppertal sowie zur nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf.
Der Zeittakt der Linie verschiebe sich um eine Stunde. Ob dadurch wichtige Anschlüsse verlorengingen, müssten die in den nächsten Wochen erwarteten Fahrplan-Vorentwürfe zeigen.
Pro Bahn & Bus weist darauf hin, dass die Züge in den letzten Jahren aus betrieblichen Gründen oft mit acht statt der vorgesehenen fünf Wagen verkehrten. Diese Kapazitätsausweitung dürfe bei der Berechnung des Auslastungsgrades nicht herangezogen werden.
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