2. Januar 1999 - Nordhessen

Überholgleis im Bahnhof Melsungen muß bleiben

(Kassel) Nach Informationen des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) plant die Deutsche Bahn AG im Zuge der Bahnhofsmodernisierung, daß Überholgleis in Melsungen abzubauen.

Nach Auffassung des Fahrgastverbandes Pro Bahn & Bus hätte ein Abbau des Melsunger Überholgleises katastrophale Folgen für den Schienenverkehr im Fuldatal und würde den Bemühungen des NVV um einen attraktiven Öffentlichen Verkehr entgegenstehen.

Zeitvorteile, die in wenigen Jahren durch die RegioTram entstünden, würden wieder zunichte gemacht, wenn Reisende nach Melsungen, Spangenberg oder Homberg auf dem Überholgleis in Körle warten müßten und Busanschlüsse verloren gingen.

"Pro Bahn & Bus hat in der vergangenen Woche die Züge gezählt, die das Überholgleis in Melsungen nutzten. In dieser ausgesprochen ruhigen Woche waren es zwischen 10 und 15 Züge pro Tag. Des öfteren kommt es jedoch zu Betriebsverzögerungen bei Interregio-Zügen, die oft in nur wenigen Minuten Abstand zwischen zwei Regionalzügen fahren. Dann ist das Überholgleis am Melsunger Bahnhof ständig belegt", sagt Folke Ebert vom Regionalverband Nordhessen.
"Auf keinen Fall darf das Überholgleis im Bahnhof Melsungen abgebaut werden!"