2. August 1998 - Osthessen

Pro Bahn & Bus begrüßt zusätzlichen ICE

(Lauterbach) Seit dem 1. Juli 1998 fährt die Deutsche Bahn AG nach eigenen Angaben wieder nach regulärem Fahrplan. Doch die eingesetzten Züge verkehren noch immer mit deutlich weniger Wagen oder es werden ICE-Halbzüge der 2. Generation eingesetzt. Dies führte insbesondere bei dem von vielen Pendlern nach Frankfurt genutzten ICE mit Abfahrt um 6.45 Uhr in Fulda zu Unmut. Die Möglichkeit Sitzplätze zu reservieren ist stark eingeschränkt und die Abrechnung der Reservierungen seit 1. April 1998 ebenfalls komplizierter. Aufgrund massiver Proteste setzt die DB AG seit Donnerstag (28.07.98) einen zusätzlichen verkürzten ICE zwischen Kassel und Frankfurt ein, um ein gleichwertiges Sitzplatzangebot wie vor dem Unglück von Eschede anzubieten.

Pro Bahn & Bus begrüßt den Einsatz dieses zusätzlichen Zuges, sieht hier jedoch nur ein punktuelles Handeln. "Der Service, den die Deutsche Bahn derzeit verkauft, stimmt nicht mit dem Preis der verlangt wird überein", so Daniel Junghans, Vorsitzender von Pro Bahn & Bus Osthessen.

Statt zwei Halbzüge hintereinander zu fahren, fordert Pro Bahn & Bus die beiden Züge zusammenzukuppeln und als einen Zug verkehren zu lassen. Schließlich wurde diese ICE-Generation dafür entwickelt. Probleme sieht der Fahrgastverband derzeit auf der hochbelasteten Kinzigtalstrecke Fulda - Hanau - Frankfurt/M. "Ein zweiter ICE ist dort nicht die ideale Lösung, denn bereits bei geringen Verspätungen des normalen Zuges gibt es Probleme im Nahverkehr, der dann ebenfalls verspätet ist", so Daniel Junghans.