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26. April 2004 - Mittelhessen
Pendlerfahrt auf der Lahntalbahn muss wieder in den Fahrplan
(Gießen/Limburg) Seit dem 18. April 2004 entfällt auf der Lahntalbahn die Pendlerverbindung um 17.49 Uhr von Gießen nach Limburg. Der Zug bediente bis Weilburg alle Stationen und fuhr dann "beschleunigt" mit Halt nur an den größeren Bahnhöfen. Pendler aus Richtung Frankfurt fanden damit 11 Minuten nach Ankunft ihres Zuges in Gießen einen Anschluss ins Lahntal. Hintergrund der Streichung sind Sparmaßnahmen des Bundes beim Nahverkehr, die auf Initiative der Länder Hessen und Nordrhein-Westfalen im Bundesrat durchgesetzt wurden.
Der für die Koordination der Regionalzüge zuständige Rhein-Main-Verkehrsverbund verweist im Fall der Lahntalbahn auf die um 17.30 Uhr und 18.30 Uhr verkehrenden Regionalbahnen von Gießen nach Koblenz. Diese haben allerdings weitaus schlechtere Anschlüsse von Frankfurt und Marburg her als die zusätzliche Fahrt um 17.49 Uhr.
Der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus fordert, die nach RMV-Angaben von durchschnittlich 25 Reisenden genutzte Verbindung kurzfristig wieder in den Fahrplan aufzunehmen. Generell muss der Regionalbahn-Fahrplan der Lahntalbahn neu geplant werden, um die überaus langen Umsteigezeiten - in der Regel zwischen 22 und 28 Minuten - in Gießen zu verkürzen. Nur bei den als Pendlerverbindungen konzipierten zusätzlichen Zugfahrten um 16.49 Uhr, 17.49 Uhr und 18.49 ab Gießen gibt bzw. gab es kurze Umsteigezeiten. Unverständlich, dass gerade davon eine Verbindung gestrichen wurde.
Unerfreut zeigt sich Pro Bahn & Bus auch vom Termin der Zugstreichungen: Mitten in der Fahrplanperiode. Die ganzjährig gültigen Fahrplanbücher und CD-ROMīs werden damit zur Makulatur. "Dabei gehörte es einmal zu den ersten Aufgaben der Verkehrsverbünde, für gleiche Fahrplanperioden bei der Bahn, den Busgesellschaften und den städtischen Verkehrsbetrieben zu sorgen. Auch die kurze Frist von der Veröffentlichung bis zum Inkrafttreten der Kürzungen ist kein Paradebeispiel für kundenfreundliches Verhalten", sagt Regionalverbandsvorsitzender Christian Wallbott.
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