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24. Oktober 2003 - Hessen
Preisniveau der ICE-Neubaustrecke ist zu hoch
(Lauterbach) Der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus schlägt eine Reduzierung der Bahnpreise speziell auf der ICE-Strecke Frankfurt - Köln vor. Der Regelpreis (ohne Bahncard oder sonstige Sparangebote) liegt bei 51 Euro für die einfache Fahrt.
"Viele Bahnkunden bevorzugen daher die langsamere IC-Verbindung durchs Rheintal, trotz reduziertem Fahrplanangebot und häufigem Umsteigezwang", sagt die Verbandsvorsitzende Petra Becker. Seit der Tarifreform im Dezember 2002 gilt bei der Deutschen Bahn kein fester Kilometertarif mehr. Einzelne Verbindungen können je nach Zugart und Geschwindigkeit unterschiedlich teuer sein. Während lange Distanzen etwas billiger wurden, haben sich schnelle ICE-Fahrten im mittleren Bereich bis etwa 300 Kilometer stark verteuert.
"Das Preisniveau des Deutschen ICE liegt auf Schnellstrecken wie der Linie Frankfurt - Köln etwa 100 Prozent über dem des französischen TGV. Für den Preis einer ICE-Fahrkarte von Köln nach Frankfurt können französische Fahrgäste fast die ungefähr doppelt so weite Strecke von Paris nach Lyon zurücklegen."
Nach Ansicht des Verbandes haben die deutschen ICE-Züge mittlerweile auch ihren Komfort-Vorsprung gegenüber dem französischen Konkurrenzprodukt eingebüßt. Die Sitzabstände sind im Stammfahrzeug der Linie Köln-Frankfurt, dem ICE 3, deutlich enger geworden, Speisewagen fehlen und auch die Klimaanlagen gaben im heißen Sommer 2003 sehr häufig ihren Geist auf. Außerdem werden die ursprünglich vorgesehenen Fahrzeiten nicht erreicht, so lange in den Stadtbereichen von Köln und Frankfurt der Streckenausbau nicht beendet ist. "Für Pro Bahn & Bus sind das genügend Gründe, die sehr hohen Preise der Schnellstrecke auf ein realistisches Maß zurückzunehmen", so Petra Becker.
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