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4. März 2003
Presse-Information des Deutschen Bahnkunden-Verbandes:
Bahn-Streikmaßnahmen nicht auf dem Rücken der Kunden austragen
(Berlin) Der Deutsche Bahnkunden-Verband e.V. (DBV) hält den von der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GdL) für Donnerstag früh angekündigten flächendeckenden Streik bei der Deutschen Bahn AG für überzogen und unverhältnismäßig. Streikmaßnahmen im Zugverkehr sind so angelegt, dass nicht nur der DB AG, sondern ganz überwiegend den auf die Bahn angewiesenen Kunden - pendelnden Fahrgästen und verladende Wirtschaft - Schaden zugefügt wird. Nach den Turbulenzen um die Einführung des neuen Tarif- und Preissystems muss befürchtet werden, dass die Kampfmaßnahmen auf dem Rücken der Kunden nunmehr dazu beitragen, dass viele Fahrgäste sich von der Bahn abwenden. Die Gewerkschaften sollten erkennen, dass nur zufriedene Kunden den eigenen Arbeitsplatz sichern. Insofern ist ein Streik gegen die Berufspendler nicht nachvollziehbar.
Der DBV appelliert an die Gewerkschaften, ihre Arbeitskämpfe behutsamer anzugehen und dabei auch an die Fahrgäste und Güterkunden zu denken, indem beispielsweise vorrangig die innerdienstlichen Bereiche wie Verwaltung oder Werke bestreikt werden. Kundenorientierung darf gerade in solchen Situationen nicht außer acht gelassen werden.
Gerhard J. Curth
Präsident
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