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22. Oktober 2001
Bahnkunden-Verband fordert nicht verbaute DB-Mittel für nichtbundeseigene Eisenbahnen
(Berlin) Im Zusammenhang mit der von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig beabsichtigten Beschleunigung der Verkehrsinvestitionen kritisiert der Deutsche Bahnkunden-Verband e.V. (DBV) die Rücknahme der Bahnmittel aufgrund fehlender Planungskapazitäten bei der Deutschen Bahn AG. Bodewig möchte das Geld für den Straßenbau verwenden.
"Die Probleme bei der DB sind hausgemacht und werden von uns schon länger bemängelt," äußert der Präsident des Deutschen Bahnkunden-Verbandes Gerhard J. Curth. Seit Jahren seien beispielsweise mehrere Maßnahmen wie Bahnhofszugänge für die Berliner S-Bahn durch den Senat von Berlin bestellt, werden aber seitens der DB nicht ausgeführt.
Auch im Streckennetz häufen sich die Langsamfahrstellen für den Zugverkehr. Bei den Nebenstrecken werden Sie dann als Argument für Betriebseinstellungen und Streckenstillegungen genommen. Erst private Eisenbahnunternehmen setzen diese Bahnen nach der Streckenübernahme wieder instand, werden aber vom Bund nicht unterstützt.
"Die teilweise immer noch schwerfällige Behördenbahn schafft neben der Glitzerwelt von ICE und großstädtischen Hauptbahnhöfen nicht viel. Abseits der ICE-Welt sind private Eisenbahngesellschaften flexibler und leistungsfähiger" stellt DBV-Präsident Curth fest. Die DB hatte auch im Hinblick auf notwendige Instandsetzungsmaßnahmen zuerst UMTS-Mittel gefordert und jetzt seien die Hausaufgaben liegen geblieben. Nach seiner Auffassung sollten die von der DB nicht genutzten Investitionsmittel dritten Eisenbahnunternehmen zur Verfügung gestellt werden, anstatt sie dem Konkurrenzsystem Straße zu geben. Die jetzige Regelung schade dagegen den Kunden der Eisenbahnen insgesamt.
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