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1. Oktober 2001 - Mittelhessen/Südwestfalen
Tagesfahrt zeigte Chancen für die Schiene im Drei-Länder-Eck
(Siegerland/Dillenburg) Bis auf den letzten Platz gefüllt fuhr am vergangenen Samstag ein Sonderzug von Dillenburg durch das Siegerland. Der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus hatte einen modernen Gelenktriebwagen vom Typ GTW 2/6 der Hellertalbahn gechartert, um Eisenbahnstrecken zu bereisen, die normalerweise nicht im Personenverkehr befahren werden.
Pünktlich um 10.17 Uhr startete der Zug von Dillenburg auf der Hellertalbahn nach Herdorf. Von dort befuhr der Triebwagen die "Freien Grunder Eisenbahn" über Neunkirchen auf den Pfannenberg. Auf der Güterstrecke sollen - nach einem Ratsbeschluss der Gemeinde Neunkirchen vor wenigen Tagen - nach 51 Jahren ab 2002 auf dem Abschnitt Herdorf - Neunkirchen wieder Personenzüge fahren. Bis 2003 soll die Strecke ausgebaut sein. "Wir haben nach dem Ratsbeschluss quasi die erste Testfahrt gemacht", freut sich Friedrich Lang von Pro Bahn & Bus Mittelhessen. "Einige Anwohner und Verkehrsteilnehmer waren auch ziemlich überrascht, dass am Samstag ein Zug auf der Strecke rollt - noch dazu nicht der übliche Güterzug."
Auf der Johannlandbahn führte die Reise von Siegen bis nach Deuz. Christian Wachs, Vorsitzender der Bürgerinitiative "Pro Johannlandbahn" e.V., erläuterte den Reiseteilnehmern die guten Zukunftsaussichten der Strecke und berichtete von den aktuellen Entscheidungen zur Ausschreibung der Personenverkehrs-Zugleistungen.
Auch ein Stückchen Siegerländer Industrie wurde in Augenschein genommen. Die Fahrt führte nämlich zum Güterbahnhof Siegen-Eintracht der Siegener Kreisbahn und zur Anschlussbahn Kaan-Marienborn.
"Der Tagesausflug hat die bereits erzielten Erfolge und Chancen der Schiene im Drei-Länder-Eck praktisch erfahrbar gemacht und gezeigt was in ländlichen Regionen möglich ist", betont Friedrich Lang abschließend.
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