10. September 2001 - Rhein-Main

Hanauer Verkehrstage: Fahrgäste "vergessen"

(Hanau) Mit Unverständnis hat der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus auf die Tatsache reagiert, dass zu der von der Hanauer Straßenbahn AG (HSB) im Auftrag der Stadt Hanau organisierten "Hanauer Verkehrstage" am 17./18.09.2001 weder der Fahrgastbeirat Hanau noch Fahrgastverbände wie Pro Bahn & Bus oder der VCD eingeladen wurden.

Schließlich waren es die Fahrgastverbände, die Anfang der 90er Jahre wichtige Impulse für die Entwicklung des RMV gaben. Seit Mitte der 90er Jahre haben sie für einen gesicherten Fernverkehrsanschluss von Hanau geworben und die erst jetzt von der HSB aufgenommene Idee eines örtlichen Stadtbahnetzes entwickelt. Hanau bildet die Schnittstelle zwischen den Milliardenprojekten "Knotenausbau Frankfurt" und dem "Bahndreieck Spessart", beides Projekte von hoher nationaler und europäischer Bedeutung, bei denen sich die Verbände seit Jahren engagieren und weit über Hanau hinaus inhaltliche Kompetenz erarbeitet haben.

Pro Bahn & Bus - Sprecher Christian Behrendt dazu: "Es ist ein bemerkenswerter Vorgang, ausgerechnet die Vertreter der Betroffenen außen vor zu lassen. Offenbar gibt es in Hanau einige, die lieber ihr ganz persönliches Süppchen kochen, anstatt sich um die Interessen der Fahrgäste und der Region zu kümmern. Wir möchten Frau Oberbürgermeisterin Härtel sowie die Fraktionen im Stadtparlament bitten, diesem Treiben ein Ende zu machen und nunmehr ankündigungsgemäß für eine rasche Öffnung und nachhaltige Vertiefung der Diskussion um die künftige Verkehrsentwicklung von Hanau und seinem Umland zu sorgen."