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12. März 2001 - Hessen
Schienen-Güterverladung auf dem Rückzug
(Lauterbach) Die DB Cargo AG, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, hat vor wenigen Tagen eine Reduzierung der Güterverladestellen bekanntgegeben. Bis zum Jahresende sollen bundesweit etwa die Hälfte der Anschlüsse stillgelegt werden.
Mit dem Konzept "Mora C" (Marktorientiertes Angebot Cargo) hat das Unternehmen für Hessen eine sogenannte "Positivliste" vorgelegt. Darin sind lediglich noch 75 Verladestellen vorgesehen, wovon nur 34 ohne Einschränkung bedient werden sollen.
Die DB Cargo will mit dem neuen Konzept den Einzelwagen-Ladungsverkehr aus den roten Zahlen fahren. Er macht rund 40 Prozent der jährlich rund 75 Milliarden Tonnenkilometer des DB-Güterverkehrs aus.
Der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus bezweifelt allerdings, dass die getroffenen Maßnahmen mehr Güter auf die Schiene bringen. "Die wirtschaftlichen Verluste in diesem Marktsegment sind nur sehr kurzfristig betrachtet worden. Es fehlt der Blick fürs Ganze", sagt die Pro Bahn & Bus - Vorsitzende Petra Becker.
Der Verband fordert von der Deutschen Bahn, dass sie die gekündigten Gleisanschlüsse nicht abbaut, sondern anderen Eisenbahnunternehmen den Marktzugang ermöglicht. Für überfällig hält Pro Bahn & Bus ein Marketingkonzept der DB Cargo um Neukunden zu gewinnen. "Der einseitige Abbau von Leistungen ist kein zukunftsorientierter Weg", sagt Petra Becker.
Übersichtskarte und Liste der verbleibenden Güterverladestellen in Hessen (PDF-Datei)
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