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2. März 2001 - Osthessen
Kommunalwahl im März:
Wähler stimmen auch über Rhönbahn ab - Fahrgastzahlen höher als erwartet
(Fulda/Gersfeld) Wenn im Jahr 2004 der Rhönbahnvertrag mit der Deutschen Bahn AG ausläuft, muss über die weitere Zukunft der Rhönbahn Fulda - Gersfeld neu entschieden werden. Daher fragt der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus im Rahmen des Kommunalwahlkampfes die antretenden Parteien und Gruppierungen, wie diese zur Zukunft der Rhönbahn stehen.
Die "Erfolgsstory Rhönbahn" lässt sich nach Auffassung des Fahrgastverbandes wie folgt kurz beschreiben: Von 1988, wenige Monate vor Einleitung des Stilllegungsverfahrens, bis heute hat sich die Transportleistung auf der Strecke nahezu verdoppelt. "Die letzte Fahrgastzählung des Verbandes im November 2000 hat mit über 1700 Reisenden sogar fast 1000 Reisende pro Werktag mehr ergeben als 1988 angegeben wurden", sagt Stefan Sitzmann von Pro Bahn & Bus Osthessen.
Trotz dieser unglaublich positiven Entwicklung sieht der Verband die Zukunft der Rhönbahn nicht als gesichert an. "Die heutige Mehrheitsfraktion im Kreistag steht dem Schienen-Personennahverkehr nicht gerade wohlwollend gegenüber und hat sich bisher stets geweigert, zusätzliche Verkehrsleistungen auf der Schiene im Rahmen der Komplementärfinanzierung durch den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zu ermöglichen."
"Die jetzt zu wählenden Kommunalparlamente werden über die Zukunft der Rhönbahn zu entscheiden haben", so Sitzmann, "und daher fordern wir eine klare Stellungnahme aller Parteien zu diesem Thema."
Der Fahrgastverband rüstet sich bereits für die nach der Kommunalwahl zu führende Diskussion um den Weiterbestand der Strecke. "Angesichts weiter steigender Energiekosten bestimmt gerade ein gut ausgebautes Nahverkehrssystem die Attraktivität einer Region. Dies gilt um so mehr im ländlichen Raum, wo die Abhängigkeit zum Pkw noch stärker gegeben ist als im Ballungsgebiet. Die Attraktivität einer Gemeinde wird in Zukunft viel stärker vom ÖPNV-Angebot abhängen als in der Vergangenheit - dies sollte bei der Kommunalwahl berücksichtigt werden."
Grafiken zur Entwicklung der Rhönbahn (PDF-Datei)
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