11. Januar 2001 - Wiesbaden/Rheingau-Taunus

Stadtbahn Wiesbaden: Unseriöse FDP-Informationen

(Wiesbaden) Die Fehlinformationen der FDP, mit der sie versucht Stimmung gegen das Stadtbahnprojekt zu machen, bezeichnet der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus als ausgesprochen fatal und unseriös. "Es ist schlicht falsch und unwahr, wenn die FDP behauptet, das Projekt Stadtbahn für Wiesbaden sei nicht ausreichend untersucht worden," sagt Gernot Hornik vom Regionalverband Wiesbaden/Rheingau-Taunus. "In den letzten Jahren ist zunächst sowohl die Reaktivierung der Aartalbahn als auch der Bau einer neuen Strecke intensiv und gründlich untersucht worden", betont Hornik.

All das was die FDP nun als fehlend reklamiert, ist detailliert erarbeitet worden: Es liegt sowohl eine positive Nutzen-Kosten Untersuchung vor, ebenso gibt es Untersuchungen für ein Gesamtnetz und natürlich ist auch die betriebswirtschaftliche Frage gründlich begutachtet worden. "Die Prognose nicht nur in Wiesbaden, sondern auch in anderen Städten geht sogar von einer Senkung des Defizits im ÖPNV aus. Es ist ausgesprochen unredlich, wenn die FDP dennoch die hohen Kosten der Stadtbahn moniert".

Die Stadtbahn rechnet sich nach Auffassung von Pro Bahn & Bus allemal und in vielerlei Hinsicht, nicht nur für den Haushalt der Stadt, sondern vor allem für die Nutzer des ÖPNV. Die Weiterführung nach Mainz bezeichnet Hornik dabei als zusätzliche Attraktivitätssteigerung. "Im Grunde ist die Rechnung sehr einfach: Wer einen besseren und kostengünstigeren ÖPNV will, muss die Stadtbahn wählen." Es drängt sich daher für den Fahrgastverband bei der FDP-Kampagne der Eindruck auf, dass es lediglich um platten Wahlkampfstimmenfang geht, nicht aber um eine Verbesserung des ÖPNV.