22. März 2000

Auseinandersetzungen nicht auf den Rücken der Bahnkunden austragen

(Berlin) Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) spricht sich gegen die angekündigte Lahmlegung des Eisenbahnverkehrs in einer Großstadt durch einen Warnstreik aus. Die Bahnkunden werden zum überwiegenden Teil kein Verständnis dafür aufbringen, dass sie die Last aus dem Dissens zwischen Bahnvorstand und Beschäftigten tragen sollen.

DBV-Präsident Gerhard J. Curth bat den Bundesvorsitzenden der GdED, Herrn Norbert Hansen, in einem Schreiben darum, die geplanten Maßnahmen so anzulegen, dass sie mehr den Adressaten der Forderungen treffen. Denkbar wäre zum Beispiel, dass anstelle des Zugverkehrs der Fahrausweisverkauf bestreikt wird.

Der Bundesvorstand des DBV schlägt eine "konzertierte Aktion" des Verkehrsministers, des Bahnvorstandes, der Gewerkschaften und der Fahrgastverbände vor, um Wege für die Zukunft der Bahn unter Berücksichtigung der Belange aller Betroffenen zu erörtern.