9. März 2000 - Osthessen

Pro Bahn & Bus zum Rechnungshofbericht: "Rhönbahnzahlen stimmen nicht"

(Fulda) Der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus bezweifelt die im Bericht des Hessischen Rechnungshofes genannten Fahrgastzahlen zur Rhönbahn Fulda - Gersfeld. Der Verband betont, dass das angestrebte Ziel 30 % mehr Fahrgäste zu gewinnen, deutlich überschritten wurde.

"Die im Rechnungshofbericht genannten Fahrgastzahlen aus dem Jahr 1992 (1932 Reisende pro Werktag) sind definitiv falsch", sagt Daniel Junghans von Pro Bahn & Bus Osthessen. Nach übereinstimmenden Angaben der damaligen Deutschen Bundesbahn und des Fahrgastverbandes nutzten vor der Modernisierung rd. 1000 Kunden werktäglich die Rhönbahn. Nach der Erweiterung des Fahrtangebotes und der Modernisierung der Strecke nutzten 1998 werktäglich rd. 1.700 Personen den Zug zwischen Fulda und Gersfeld.

Das bedeutet eine Steigerung von 70 Prozent und nicht - wie vom Rechnungshof irrtümlicherweise festgestellt - eine Abnahme von 18 Prozent. "Die Investitionen haben sich also mehr als gelohnt." Pro Bahn & Bus hat den Hessischen Rechnungshof bereits Ende Februar ausführlich über dieses Versehen informiert und konkretes Zahlenmaterial geliefert.